2. Sonntag nach Weihnachten

Liturgische Farbe: Weiß

Gottes Herrlichkeit wird offenbar
in dem Menschen Jesus von Nazareth.

Wochenspruch: Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (Johannes 1,14b)

In Jesus Christus tritt uns Gott selbst gegenüber, das ist die Botschaft des Weihnachtsfestes. Aber diese Botschaft steht nicht allein, denn Geburt, Leben, Tod und Auferstehung Jesu gehören zusammen und bilden erst zusammen die »frohe Botschaft«, das Evangelium. Denn darin zeigt sich die Herrlichkeit Gottes, seine Einmaligkeit und Größe, die alle unsere Erwartungen und unsere Vorstellungen übersteigt.

siehe auch Kirchenjahr evangelisch


Reihe I/VI: 1. Johannes 5,11-13 Gottes Zeugnis von seinem Sohn (Epistel)

(11) Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. (12) Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.
(13) Das habe ich euch geschrieben, damit ihr wisst, dass ihr das ewige Leben habt, euch, die ihr glaubt an den Namen des Sohnes Gottes.

Reihe II/V: Jesaja 61,1-3 (4.9) 10.11 Der Geist Gottes ist auf mir (Altes Testament)

(1) Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der HERR mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen; (2) zu verkündigen ein gnädiges Jahr des HERRN und einen Tag der Rache unsres Gottes, zu trösten alle Trauernden, (3) zu schaffen den Trauernden zu Zion, dass ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauer, schöne Kleider statt eines betrübten Geistes gegeben werden, dass sie genannt werden »Bäume der Gerechtigkeit«, »Pflanzung des HERRN«, ihm zum Preise.
[ (4) Sie werden die alten Trümmer wieder aufbauen und, was vorzeiten zerstört worden ist, wieder aufrichten; sie werden die verwüsteten Städte erneuern, die von Geschlecht zu Geschlecht zerstört gelegen haben. (...) (9) Und man soll ihr Geschlecht kennen unter den Völkern und ihre Nachkommen unter den Nationen, dass, wer sie sehen wird, erkennen soll, dass sie ein Geschlecht sind, gesegnet vom HERRN. ]
(10) Ich freue mich im HERRN, und meine Seele ist fröhlich in meinem Gott; denn er hat mir die Kleider des Heils angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Bräutigam mit priesterlichem Kopfschmuck geziert und wie eine Braut, die in ihrem Geschmeide prangt.
(11) Denn gleichwie Gewächs aus der Erde wächst und Same im Garten aufgeht, so lässt Gott der HERR Gerechtigkeit aufgehen und Ruhm vor allen Völkern.

Reihe III/VI: Lukas 2,41-52 Der zwölfjährige Jesus im Tempel (Evangelium)

(41) Und seine [Jesu] Eltern gingen alle Jahre nach Jerusalem zum Passafest. (42) Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach dem Brauch des Festes. (43) Und als die Tage vorüber waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem, und seine Eltern wussten's nicht. (44) Sie meinten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten. (45) Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wieder nach Jerusalem und suchten ihn.
(46) Und es begab sich nach drei Tagen, da fanden sie ihn im Tempel sitzen, mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte. (47) Und alle, die ihm zuhörten, verwunderten sich über seinen Verstand und seine Antworten. (48) Und als sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: »Mein Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.«
(49) Und er sprach zu ihnen: »Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?« (50) Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte.
(51) Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth und war ihnen gehorsam. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.  52 Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.

4243