Silvester
»Altjahresabend«, Jahresende, 31. Dezember

Liturgische Farbe: Weiß

Jahresende
Unsere Zeit in Gottes Händen.

Tagesspruch: Meine Zeit steht in deinen Händen. (Psalm 31,16a)

Der letzte Tag des Jahres dient auch dazu, Bilanz zu ziehen. Was war im vergangenen Jahr? Was nehme ich mir für das nächste vor? Was kann, was sollte besser werden?
Gott sind solche Bilanzen fremd. Er ist nicht unser großer Buchhalter. Da sind seine Güte und seine Geduld vor. Denn er lässt mich leben, obwohl ich es dem Leben schwer mache, mir und anderen. Er schenkt mir Freude, obwohl von mir oft wenig Freude ausgeht. Er verspricht mir Zukunft, obwohl ich mich so sehr an den dunklen Seiten der Vergagenheit aufhalte. Er liebt mich, weil ich sein Geschöpf bin.

siehe auch Kirchenjahr evangelisch


Reihe I: Jesaja 51,4-6 Gottes Heil bleibt ewig  

(4) Merke auf mich, mein Volk, hört mich, meine Leute! Denn Weisung wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich gar bald zum Licht der Völker machen. (5) Denn meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil tritt hervor, und meine Arme werden die Völker richten. Die Inseln harren auf mich und warten auf meinen Arm. (6) Hebt eure Augen auf gen Himmel und schaut unten auf die Erde! Denn der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid zerfallen, und die darauf wohnen, werden wie Mücken dahinsterben. Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerbrechen. 

Reihe II: Hebräer 13,8-9b Jesus Christus gestern, heute und in Ewigkeit

(8) Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit. (9) Lasst euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade.

Reihe III: 2. Mose 13,20-22 Der Herr zog vor ihnen her

(20) So zogen sie aus von Sukkot und lagerten sich in Etam am Rande der Wüste.
(21) Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten. (22) Niemals wich die Wolkensäule von dem Volk bei Tage noch die Feuersäule bei Nacht.

Reihe IV: Matthäus 13,24-30 Unkraut unter dem Weizen (Evangelium)

(24) Er [Jesus] legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: »Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. (25) Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. (26) Als nun die Halme wuchsen und Frucht brachten, da fand sich auch das Unkraut. (27) Da traten die Knechte des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm: ›Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?‹ (28) Er sprach zu ihnen: ›Das hat ein Feind getan.‹ Da sprachen die Knechte: ›Willst du also, dass wir hingehen und es ausjäten?‹ (29) Er sprach: ›Nein, auf dass ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet. (30) Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt in meine Scheune.‹«

Reihe V: Römer 8,31b-39 Nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes (Epistel)

(31b) Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? (32) Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? 
(33) Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der gerecht macht. (34) Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja mehr noch, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und für uns eintritt. 
(35) Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? (36) Wie geschrieben steht (Psalm 44,23): »Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wir sind geachtet wie Schlachtschafe.«
(37) Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. (38) Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, (39) weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.

Reihe VI: Prediger 3,1-15 Alles hat seine Zeit (Altes Testament)

(1) Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
(2) Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit;
pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;
(3) töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit;
abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit;
(4) weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit;
klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; 
(5) Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit;
herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;
(6) suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit;
behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; 
(7) zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit;
schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; 
(8) lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit;
Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.
(9) Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon.
(10) Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen. (11) Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. (12) Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. (13) Denn ein jeder Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes. (14) Ich merkte, dass alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann nichts dazutun noch wegtun. Das alles tut Gott, dass man sich vor ihm fürchten soll. (15) Was geschieht, das ist schon längst gewesen, und was sein wird, ist auch schon längst gewesen; und Gott holt wieder hervor, was vergangen ist.

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