1. Weihnachtstag
Fest der Geburt des Herrn

Liturgische Farbe: Weiß

Gott kommt zur Welt
Eine armselige Geburt wird zum Zeichen der Liebe Gottes.

Wochenspruch: Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. (Johannes 1,14)

Gott hat anders als bisher gesprochen, deutlicher: nicht nur durch Worte, Sätze, Gedanken oder Wahrheiten, sondern durch das ganze Leben eines Menschen.
Wer das wahre Leben finden will, muss diesen Menschen kennen und sich an ihn halten, an den Menschen Jesus von Nazareth. Er unterscheidet sich nicht von anderen Menschen, weder physisch noch psychisch noch sozial. Nur in einem, aber entscheidenden Punkt ist er anders: In ihm ist Gottes Geist ganz gegenwärtig.

siehe auch Kirchenjahr evangelisch


Reihe I: Johannes 1,1-5.9-14 (16-18) Das Wort ward Fleisch (Evangelium)  

(1) Im Anfang war das Wort,
und das Wort war bei Gott,
und Gott war das Wort.
(2) Dasselbe war im Anfang bei Gott.
(3) Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht,
und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.
(4 In ihm war das Leben,
und das Leben war das Licht der Menschen.
(5) Und das Licht scheint in der Finsternis,
und die Finsternis hat's nicht ergriffen. (...)
(9) Das war das wahre Licht,
das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen.
(10) Es war in der Welt,
und die Welt ist durch dasselbe gemacht;
und die Welt erkannte es nicht.
(11) Er kam in sein Eigentum;
und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
(12) Wie viele ihn aber aufnahmen,
denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden:
denen, die an seinen Namen glauben,
(13) die nicht aus menschlichem Geblüt noch aus dem Willen des Fleisches
noch aus dem Willen eines Mannes,
sondern aus Gott geboren sind.
(14) Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns,
und wir sahen seine Herrlichkeit,
eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (...)
[ (16) Von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
(17) Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben;
die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.
(18) Niemand hat Gott je gesehen;
der Eingeborene, der Gott ist und in des Vaters Schoß ist,
der hat es verkündigt. ]

Reihe II: Titus 3,4-7 Gottes Barmherzigkeit macht uns selig (Epistel)

(4) Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, (5) machte er uns selig – nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit – durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, (6) den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland, (7) damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben seien nach der Hoffnung auf ewiges Leben. 

Reihe III: Jesaja 52,7-10 Aller Welt Enden sehen das Heil unseres Gottes (Altes Testament)

(7) Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der da Frieden verkündigt, Gutes predigt, Heil verkündigt, der da sagt zu Zion: Dein Gott ist König! (8) Deine Wächter rufen mit lauter Stimme und jubeln miteinander; denn sie werden's mit ihren Augen sehen, wenn der HERR nach Zion zurückkehrt. 
(9) Seid fröhlich und jubelt miteinander, ihr Trümmer Jerusalems; denn der HERR hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst. (10) Der HERR hat offenbart seinen heiligen Arm vor den Augen aller Völker, dass aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.

Reihe IV: 1. Johannes 3,1-2 (3-5) Wir sind Gottes Kinder

(1) Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Darum erkennt uns die Welt nicht; denn sie hat ihn nicht erkannt. (2) Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen: Wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
[ (3) Und jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist. (4) Wer Sünde tut, der tut auch Unrecht, und die Sünde ist das Unrecht. (5) Und ihr wisst, dass er erschienen ist, damit er die Sünden wegnehme, und in ihm ist keine Sünde. ]

Reihe V: Kolosser 2,3 (4-5) 6-10 In ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit 

(3) In ihm liegen verborgen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.
[ (4) Ich sage das, damit euch niemand betrüge mit verführerischen Reden. (5) Denn obwohl ich leiblich abwesend bin, so bin ich doch im Geist bei euch und freue mich, wenn ich eure Ordnung und euren festen Glauben an Christus sehe. ]
(6) Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christus Jesus, so lebt auch in ihm, (7) verwurzelt und gegründet in ihm und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und voller Dankbarkeit.
(8) Seht zu, dass euch niemand einfange durch die Philosophie und leeren Trug, die der Überlieferung der Menschen und den Elementen der Welt folgen und nicht Christus. (9) Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, (10) und ihr seid erfüllt durch ihn, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist. 

Reihe VI: 2. Mose 2,1-10 Moses Geburt und wunderbare Errettung

(1) Und es ging hin ein Mann vom Hause Levi und nahm eine Tochter Levis zur Frau. (2) Und sie ward schwanger und gebar einen Sohn. Und als sie sah, dass es ein feines Kind war, verbarg sie ihn drei Monate. (3) Als sie ihn aber nicht länger verbergen konnte, nahm sie ein Kästlein von Rohr für ihn und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind hinein und setzte das Kästlein in das Schilf am Ufer des Nils. (4) Aber seine Schwester stand von ferne, um zu erfahren, wie es ihm ergehen würde. 
(5) Und die Tochter des Pharao ging hinab und wollte baden im Nil, und ihre Dienerinnen gingen am Ufer hin und her. Und als sie das Kästlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und ließ es holen. (6) Und als sie es auftat, sah sie das Kind, und siehe, das Knäblein weinte. Da jammerte es sie, und sie sprach: Es ist eins von den hebräischen Kindlein.
(7) Da sprach seine Schwester zu der Tochter des Pharao: »Soll ich hingehen und eine der hebräischen Frauen rufen, die da stillt, dass sie dir das Kindlein stille?« (8) Die Tochter des Pharao sprach zu ihr: »Geh hin.« Das Mädchen ging hin und rief die Mutter des Kindes. (9) Da sprach die Tochter des Pharao zu ihr: »Nimm das Kindlein mit und stille es mir; ich will es dir lohnen.« Die Frau nahm das Kind und stillte es.
(10) Und als das Kind groß war, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es ward ihr Sohn, und sie nannte ihn Mose; denn sie sprach: »Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.«

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