4. Advent

Liturgische Farbe: Violett

Freude über die anbrechende Heilszeit
Besitz- und Machtverhältnisse werden sich umkehren.

Wochenspruch: Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Der Herr ist nahe! (Philipper 4,4-5)

Wir sollen uns also freuen. Warum auch nicht, ist Weihnachten doch ein freudiges Fest, trotz aller Mäkeleien über Stress und »Konsumterror«. Vielleicht gönnt man sich die Freude nur nicht – oder mag es nicht zugeben, dass einem das Fest doch gefällt. Wenn man dabei dann noch in Rechnung stellt, dass der Wochenspruch von Paulus ausgerechnet im Gefängnis geschrieben wurde, also in Zeiten höchster Bedrängnis, dann erhält die Freude eine erstaunliche Tiefe. Sie kommt aus dem festen Glauben heraus, dass Gott mein Gott ist und dass er mich behütet. Und das reicht bei Weitem tiefer als ein falsch geschmückter Weihnachtsbaum oder eine angebrannte Gans. Denn an Weihnachten geht es um mich, um Sie, um jeden einzelnen. Eigentlich jedenfalls. An Weihnachten sind wir durch Jesus Christus zum selbständigen Leben unter Gottes Führung und Schutz befreit, und darüber freuen wir uns.

siehe auch Kirchenjahr evangelisch


Reihe I: Lukas 1,(26-38) 39-56 Lobgesang der Maria

[ (26) Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, (27) zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria.
(28) Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: »Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!«
(29) Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?
(30) Und der Engel sprach zu ihr: »Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. (31) Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. (32) Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, (33) und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
(34) Da sprach Maria zu dem Engel: »Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß?«
(35) Der Engel antwortete und sprach zu ihr: »Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. (36) Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, sie, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. (37) Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.« 
(38) Maria aber sprach: »Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast.« Und der Engel schied von ihr. ]
(39) Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und ging eilends in das Gebirge zu einer Stadt in Juda (40) und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. (41) Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe.
Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt (42) und rief laut und sprach: »Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! (43) Und wie geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? (44) Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe. (45) Ja, selig ist, die da geglaubt hat! Denn es wird vollendet werden, was ihr gesagt ist von dem Herrn.
(46) Und Maria sprach:
»Meine Seele erhebt den Herrn,
     (47) und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes;
(48) denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.
     Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.
(49) Denn er hat große Dinge an mir getan,
     der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.
(50) Und seine Barmherzigkeit währet für und für
     bei denen, die ihn fürchten.
(51) Er übt Gewalt mit seinem Arm
     und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.
(52) Er stößt die Gewaltigen vom Thron
     und erhebt die Niedrigen.
(53) Die Hungrigen füllt er mit Gütern
     und lässt die Reichen leer ausgehen.
(54) Er gedenkt der Barmherzigkeit
     und hilft seinem Diener Israel auf,
(55) wie er geredet hat zu unsern Vätern,
     Abraham und seinen Nachkommen in Ewigkeit.«
(56) Und Maria blieb bei ihr etwa drei Monate; danach kehrte sie wieder heim.

Reihe II: 2. Korinther 1,18-22 In Christus ist Gottes Ja erschienen

(18) Bei der Treue Gottes, unser Wort an euch ist nicht Ja und Nein zugleich. (19) Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern das Ja war in ihm. (20) Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre. (21) Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt hat (22) und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat.

Reihe III: 1. Mose 18,1-2.9-15 Verheißung für Sara

(1) Und der HERR erschien ihm im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war. (2) Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde. (...)  
(9) Da sprachen sie zu ihm: »Wo ist Sara, deine Frau?« Er antwortete: »Drinnen im Zelt.« (10) Da sprach er: »Ich will wieder zu dir kommen übers Jahr; siehe, dann soll Sara, deine Frau, einen Sohn haben.«
Das hörte Sara hinter ihm, hinter der Tür des Zeltes. (11) Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und hochbetagt, sodass es Sara nicht mehr ging nach der Frauen Weise. (12) Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: »Nun, da ich alt bin, soll ich noch Liebeslust erfahren, und auch mein Herr ist alt!«
(13) Da sprach der HERR zu Abraham: »Warum lacht Sara und spricht: ›Sollte ich wirklich noch gebären, nun, da ich alt bin?‹ (14) Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen übers Jahr; dann soll Sara einen Sohn haben.«
(15) Da leugnete Sara und sprach: »Ich habe nicht gelacht« –, denn sie fürchtete sich. Aber er sprach: »Es ist nicht so, du hast gelacht.«

Reihe IV: Lukas 1,26-38 (39-56) Maria öffnet sich für die Gnade Gottes (Evangelium)

(26) Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, (27) zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria.
(28) Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: »Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir!«
(29) Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das?
(30) Und der Engel sprach zu ihr: »Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. (31) Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. (32) Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, (33) und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.
(34) Da sprach Maria zu dem Engel: »Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß?«
(35) Der Engel antwortete und sprach zu ihr: »Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. (36) Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, sie, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. (37) Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich.« 
(38) Maria aber sprach: »Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast.« Und der Engel schied von ihr.
[ (39) Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und ging eilends in das Gebirge zu einer Stadt in Juda (40) und kam in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. (41) Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe.
Und Elisabeth wurde vom Heiligen Geist erfüllt (42) und rief laut und sprach: »Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes! (43) Und wie geschieht mir, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt? (44) Denn siehe, als ich die Stimme deines Grußes hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe. (45) Ja, selig ist, die da geglaubt hat! Denn es wird vollendet werden, was ihr gesagt ist von dem Herrn.
(46) Und Maria sprach:
»Meine Seele erhebt den Herrn,
     (47) und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes;
(48) denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen.
     Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.
(49) Denn er hat große Dinge an mir getan,
     der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.
(50) Und seine Barmherzigkeit währet für und für
     bei denen, die ihn fürchten.
(51) Er übt Gewalt mit seinem Arm
     und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.
(52) Er stößt die Gewaltigen vom Thron
     und erhebt die Niedrigen.
(53) Die Hungrigen füllt er mit Gütern
     und lässt die Reichen leer ausgehen.
(54) Er gedenkt der Barmherzigkeit
     und hilft seinem Diener Israel auf,
(55) wie er geredet hat zu unsern Vätern,
     Abraham und seinen Nachkommen in Ewigkeit.«
(56) Und Maria blieb bei ihr etwa drei Monate; danach kehrte sie wieder heim. ]

Reihe V: Philipper 4,4-7 Freuet euch in dem Herrn (Epistel)

(4) Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! (5) Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe! (6) Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden! (7) Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren. 

Reihe VI: Jesaja 62,1-5 Zions Gerechtigkeit und Heil (Altes Testament)

(1) Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht innehalten, bis seine Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz und sein Heil brenne wie eine Fackel, (2) dass die Völker sehen deine Gerechtigkeit und alle Könige deine Herrlichkeit. Und du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen des HERRN Mund nennen wird. (3) Und du wirst sein eine schöne Krone in der Hand des HERRN und ein königlicher Reif in der Hand deines Gottes. (4) Man soll dich nicht mehr nennen »Verlassene« und dein Land nicht mehr »Einsame«, sondern du sollst heißen »Meine Lust« und dein Land »Liebe Frau«; denn der HERR hat Lust an dir, und dein Land hat einen lieben Mann. (5) Denn wie ein junger Mann eine Jungfrau freit, so wird dich dein Erbauer freien, und wie sich ein Bräutigam freut über die Braut, so wird sich dein Gott über dich freuen.

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