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1. Sonntag nach Weihnachten

Liturgische Farbe: Weiß

Der Heiland als Zeichen, dem widersprochen wird;
für viele ist er Licht und Heil.

Wochenspruch: Wir sahen seine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. (Johannes 1,14b)

Gott hat anders als bisher gesprochen, deutlicher: nicht nur durch Worte, Sätze, Gedanken oder Wahrheiten, sondern durch das ganze Leben eines Menschen.
Wer das wahre Leben finden will, muss diesen Menschen kennen und sich an ihn halten, an den Menschen Jesus von Nazareth. Er unterscheidet sich nicht von anderen Menschen, weder physisch noch psychisch noch sozial. Nur in einem, aber entscheidenden Punkt ist er anders: In ihm ist Gottes Geist ganz gegenwärtig.

siehe auch Kirchenjahr evangelisch


Reihe I: Matthäus 2,13-18 (19-23) Flucht nach Ägypten und Kindermord des Herodes

(13) Als sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum und sprach: »Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir's sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen.«
(14) Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten (15) und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes, auf dass erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Hosea 11,1): »Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.«
(16) Als Herodes nun sah, dass er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Knaben in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte. (17) Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht (Jeremia 31,15): (18) »In Rama hat man ein Geschrei gehört, viel Weinen und Wehklagen; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen.«
[ (19) Als aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum in Ägypten (20) und sprach: »Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kindlein nach dem Leben getrachtet haben.«
(21) Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich und kam in das Land Israel. (22) Als er aber hörte, dass Archelaus in Judäa König war anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete er sich, dorthin zu gehen. Und im Traum empfing er einen Befehl und zog ins galiläische Land (23) und kam und wohnte in einer Stadt mit Namen Nazareth, auf dass erfüllt würde, was gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazoräer heißen.  ]

Reihe II: Hiob 42,1-6 Nun hat mein Auge dich gesehen

(1) Und Hiob antwortete dem HERRN und sprach:
(2) Ich erkenne, dass du alles vermagst, und nichts, das du dir vorgenommen, ist dir zu schwer. (3) »Wer ist der, der den Ratschluss verhüllt mit Worten ohne Verstand?« Darum hab ich ohne Einsicht geredet, was mir zu hoch ist und ich nicht verstehe. (4) »So höre nun, lass mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!« (5) Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen. (6) Darum gebe ich auf und bereue in Staub und Asche.

Reihe III: Lk 2, (22-24) 25-38 (39-40) Lobpreis des Simeon und der Hanna (Evangelium)

[ (22) Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz des Mose um waren, brachten sie ihn hinauf nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen, (23) wie geschrieben steht im Gesetz des Herrn (2.Mose 13,2; 13,15): »Alles Männliche, das zuerst den Mutterschoß durchbricht, soll dem Herrn geheiligt heißen«, (24) und um das Opfer darzubringen, wie es gesagt ist im Gesetz des Herrn: »ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben« (3.Mose 12,6-8). ]
(25) Und siehe, ein Mensch war in Jerusalem mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war auf ihm. (26) Und ihm war vom Heiligen Geist geweissagt worden, er sollte den Tod nicht sehen, er habe denn zuvor den Christus des Herrn gesehen.
(27) Und er kam vom Geist geführt in den Tempel. Und als die Eltern das Kind Jesus in den Tempel brachten, um mit ihm zu tun, wie es Brauch ist nach dem Gesetz, (28) da nahm er ihn auf seine Arme und lobte Gott und sprach:
(29) »Herr, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren,
     wie du gesagt hast;
(30) denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen,
     (31) das Heil, das du bereitet hast vor allen Völkern,
(32) ein Licht zur Erleuchtung der Heiden
     und zum Preis deines Volkes Israel.
(33) Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über das, was von ihm gesagt wurde. (34) Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: »Siehe, dieser ist dazu bestimmt, dass viele in Israel fallen und viele aufstehen, und ist bestimmt zu einem Zeichen, dem widersprochen wird – (35) und auch durch deine Seele wird ein Schwert dringen –, damit aus vielen Herzen die Gedanken offenbar werden.«
(36) Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuëls, aus dem Stamm Asser. Sie war hochbetagt. Nach ihrer Jungfrauschaft hatte sie sieben Jahre mit ihrem Mann gelebt (37) und war nun eine Witwe von vierundachtzig Jahren; die wich nicht vom Tempel und diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht. (38) Die trat auch hinzu zu derselben Stunde und pries Gott und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung Jerusalems warteten.
[ (39) Und als sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie wieder zurück nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth. (40) Das Kind aber wuchs und wurde stark, voller Weisheit, und Gottes Gnade lag auf ihm. ]

Reihe IV: 1. Johannes 1,1-4 Das ewige Leben ist erschienen (Epistel)

(1) Was von Anfang an war, was wir gehört haben, was wir gesehen haben mit unsern Augen, was wir betrachtet haben und unsre Hände betastet haben, vom Wort des Lebens – (2) und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen und verkündigen euch das Leben, das ewig ist, das beim Vater war und uns erschienen ist –, (3) was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus. (4) Und dies schreiben wir, auf dass unsere Freude vollkommen sei. 

Reihe V: Jesaja 49,13-16 Kann eine Frau ihr Kind vergessen? (Altes Testament)

(13) Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden. 
(14) Zion aber sprach: Der HERR hat mich verlassen, der Herr hat meiner vergessen. (15) Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie seiner vergäße, so will ich doch deiner nicht vergessen. (16) Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet; deine Mauern sind immerdar vor mir. 

Reihe VI: Johannes 12,44-50 Wer an mich glaubt, glaubt an den, der mich gesandt hat

(44) Jesus aber rief: »Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. (45) Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat. (46) Ich bin als Licht in die Welt gekommen, auf dass, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. (47) Und wer meine Worte hört und bewahrt sie nicht, den richte ich nicht; denn ich bin nicht gekommen, dass ich die Welt richte, sondern dass ich die Welt rette. (48) Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht an, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage. (49) Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden soll. (50) Und ich weiß: Sein Gebot ist das ewige Leben. Darum: Was ich rede, das rede ich so, wie es mir der Vater gesagt hat.«

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